ING Depot Kosten - Das musst du wissen, um zu sparen!

Boris Eder 10. Juni 2026
Zwei glückliche Menschen beim Fallschirmspringen, die für ein kostenloses Direkt-Depot werben.

Inhaltsverzeichnis

Bei den ing depot kosten lohnt sich ein sauberer Blick auf die Struktur: Depotführung, Ordergebühr, Handelsplatzkosten und laufende Produktkosten sind nicht dasselbe. Genau daran entscheidet sich, ob das ING-Depot für einen ETF-Sparer, einen gelegentlichen Käufer oder einen aktiveren Trader wirklich günstig ist. Ich ordne die Gebühren so ein, dass du am Ende mit wenigen Zahlen selbst rechnen kannst.

Die wichtigsten Kostentreiber beim ING-Depot auf einen Blick

  • Depotführung und Verrechnungskonto sind kostenlos. Schon das macht das Depot für langfristige Anleger interessant.
  • Die Standard-Order kostet 4,90 Euro plus 0,25 Prozent vom Kurswert. Die Gebühr ist bei 69,90 Euro gedeckelt.
  • Handelsplatzgebühren kommen nur je nach Börse dazu. Im Direkthandel fallen sie nicht an, an Börsen schon.
  • ETF-Sparpläne sind derzeit ohne Ausführungsgebühr erhältlich. Produktkosten und Spreads bleiben trotzdem relevant.
  • Junge Anleger zahlen im Direkt-Depot Young deutlich weniger. Für 18- bis 27-Jährige gilt eine Ordergebühr von 1,90 Euro.

Woraus sich die Kosten des ING-Depots zusammensetzen

Ich trenne die Preislogik beim Depot immer in vier Ebenen. Erstens gibt es die reine Depotführung, zweitens das Verrechnungskonto, drittens die Ordergebühr und viertens mögliche Handelsplatzkosten. Dazu kommen bei Fonds und ETFs noch produktseitige Kosten, die nicht von ING selbst kommen, aber in der Gesamtrechnung trotzdem zählen.

Kostenblock Aktuelle Kondition Praktische Bedeutung
Depotführung 0 Euro Keine laufende Gebühr nur fürs Halten des Depots
Verrechnungskonto 0 Euro Ein- und Auszahlungen laufen ohne Kontoführungsgebühr
Ordergebühr 4,90 Euro + 0,25 % vom Kurswert, maximal 69,90 Euro Die zentrale Gebühr bei Kauf und Verkauf
Handelsplatzgebühr 0 bis 14,90 Euro je nach Handelsplatz Direkthandel kostenlos, Börse je nach Platz unterschiedlich teuer
ETF- oder Fondskosten Produktabhängig Laufende Kosten des Wertpapiers selbst, nicht der Bank

Der große Vorteil ist klar: Die Basis ist schlank. Wer das Depot nur führt und noch nicht handelt, zahlt nichts. Erst bei der eigentlichen Transaktion wird es interessant, und genau dort unterscheiden sich kleine und große Orders deutlich. Deshalb lohnt sich im nächsten Schritt ein Blick auf konkrete Beispielrechnungen.

So rechnet die ING bei Einmalkäufen und Verkäufen

Bei einer normalen Order ist die Formel einfach: 4,90 Euro Grundgebühr plus 0,25 Prozent vom Kurswert. Im Direkthandel kommt keine Handelsplatzgebühr dazu, an der Börse schon. Wie die ING selbst auf ihrer Konditionsseite ausweist, ist das die Basis für Käufe und Verkäufe über deutsche und internationale Handelsplätze.

Kurswert Direkthandel Xetra oder große Börsen
500 Euro 6,15 Euro 9,05 Euro
2.000 Euro 9,90 Euro 12,80 Euro
10.000 Euro 29,90 Euro 32,80 Euro
26.000 Euro 69,90 Euro 72,80 Euro

Die Rechnung zeigt ein typisches Muster: Je kleiner die Order, desto stärker drückt die fixe Grundgebühr auf die prozentuale Belastung. Bei 500 Euro liegen die Kosten im Direkthandel schon bei 1,23 Prozent des Ordervolumens, bei 10.000 Euro nur noch bei 0,30 Prozent. Ab rund 26.000 Euro greift die Obergrenze von 69,90 Euro; danach steigt die Ordergebühr nicht weiter an, solange du im gleichen Gebührenmodell bleibst.

Für Anleger mit kleinen Sparbeträgen ist das ein wichtiger Punkt. Eine einzige, größere Order ist oft deutlich effizienter als mehrere kleine Teilkäufe. Und wer regelmäßig investiert, fährt mit Sparplänen meist ruhiger. Genau darum geht es im nächsten Abschnitt.

Warum Sparpläne oft günstiger sind

Bei ING liegt die Stärke nicht nur im kostenlosen Depot, sondern vor allem bei den Sparplänen. ETF-Sparpläne können derzeit ohne Ausführungsgebühr laufen, die Sparrate ist bereits ab 1 Euro möglich und das Anlegen, Anpassen oder Löschen ist kostenlos. Für den langfristigen Vermögensaufbau ist das eine saubere Kombination, weil die Einstiegshürde niedrig bleibt.

Sparplanart Aktuelle Kostenlogik Wann das sinnvoll ist
ETF-Sparplan 0 Euro Ausführungsgebühr Für monatliches, langfristiges Investieren
Aktiensparplan Aktuell 1,5 % Provision vom Kurswert Für gezielte Einzeltitel, wenn der Sparbetrag zur Strategie passt

Wichtig ist dabei der Denkfehler, den viele machen: 0 Euro Ausführungsgebühr heißt nicht automatisch 0 Gesamtkosten. Bei ETFs bleiben die Produktkosten bestehen, bei Aktien hängt die Rechnung stark von der Sparrate ab. Für kleine Sparraten ist ein ETF-Sparplan meist deutlich effizienter als der Versuch, denselben Betrag immer wieder per Einzelorder zu investieren.

Mein praktischer Eindruck ist deshalb klar: Wer monatlich Vermögen aufbauen will, bekommt bei ING eine Preisstruktur, die genau dafür gemacht ist. Wer dagegen sehr aktiv oder mit vielen kleinen Einmalbeträgen handelt, sollte genauer hinschauen. Damit sind wir bei den Kosten, die im ersten Moment gern übersehen werden.

Welche Zusatzkosten man leicht übersieht

Produktkosten und TER

Die Bankgebühr ist nur ein Teil der Wahrheit. Bei ETFs und Fonds fällt zusätzlich die laufende Kostenquote des Produkts an, oft als TER bezeichnet. Das ist die jährliche Gesamtkostenquote des Wertpapiers selbst. Besonders bei Fonds mit aktivem Management liegt sie meist höher als bei ETFs. Wer nur auf die Depotgebühr schaut, unterschätzt diese Wirkung schnell.

Spread und Handelsplatzwahl

Ein zweiter Punkt ist der Spread, also die Differenz zwischen Kauf- und Verkaufskurs. Er ist keine feste ING-Gebühr, kann deine reale Kaufkraft aber trotzdem spürbar beeinflussen. Dazu kommt die Wahl des Handelsplatzes: Im Direkthandel ist die Handelsplatzgebühr bei ING kostenlos, an Börsen fallen je nach Platz 1,90 Euro, 2,90 Euro oder bei USA und Kanada 14,90 Euro an. Gerade bei kleinen Orders macht dieser Unterschied viel aus.

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Steuern gehören nicht zur Depotgebühr

Abgeltungsteuer, Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer sind keine ING-Kosten, senken aber natürlich dein Nettoergebnis. Ich erwähne das hier bewusst, weil viele Anleger Netto- und Bruttorechnung vermischen. Wer sauber vergleicht, trennt daher immer zwischen Bankgebühr, Produktkosten und steuerlichem Abzug.

Wenn man diese drei Ebenen auseinanderhält, wird die Preisstruktur deutlich ehrlicher. Genau das hilft auch bei der Frage, für wen das Depot preislich wirklich gut passt.

Für wen das ING-Depot preislich gut passt

Anlegertyp Passt das Preisniveau? Warum
ETF-Sparer mit monatlicher Rate Sehr gut Keine Depotgebühr und derzeit 0 Euro Ausführungsgebühr bei ETF-Sparplänen
Langfristiger Anleger mit wenigen Käufen im Jahr Gut Die Grundgebühr ist transparent, bei größeren Orders fällt sie weniger ins Gewicht
Anleger mit vielen kleinen Einzelorders Eher mittel Die 4,90 Euro Grundgebühr wirkt bei kleinen Beträgen prozentual stark
Trader mit Fokus auf USA oder Kanada Nur bedingt Die 14,90 Euro Handelsplatzgebühr sind im Vergleich deutlich höher
Junge Anleger zwischen 18 und 27 Jahren Besonders attraktiv Im Direkt-Depot Young liegt die Ordergebühr bei 1,90 Euro

Das ist keine Wertung der Bank, sondern eine Folge der Struktur. ING ist stark, wenn du planbar, regelmäßig und eher langfristig investierst. Bei sehr aktiven Strategien oder internationalen Orders kann ein reiner Neobroker mit Pauschalpreis im Einzelfall günstiger sein. Entscheidend ist also nicht das Label „kostenlos“, sondern dein tatsächliches Nutzungsverhalten.

Aus meiner Sicht ist das der Punkt, an dem sich viele Fehlentscheidungen vermeiden lassen. Wer seine Handelsfrequenz ehrlich einschätzt, spart oft mehr als mit jedem kurzfristigen Gebühren-Trick.

So prüfe ich die echten Kosten vor der Order

  1. Ich entscheide zuerst zwischen Sparplan und Einmalkauf. Wenn ich regelmäßig investiere, ist der Sparplan oft die sauberste Lösung.
  2. Ich rechne die Order in Euro durch. Bei 500 Euro im Direkthandel sind es 6,15 Euro, bei 10.000 Euro nur noch 0,30 Prozent vom Volumen.
  3. Ich wähle den Handelsweg bewusst. Direkthandel spart die Handelsplatzgebühr, Börsenhandel kann sinnvoll sein, wenn Liquidität oder Kursstellung wichtiger sind.
  4. Ich prüfe die Produktkosten im Factsheet. Gerade TER und Spread gehören zur echten Gesamtkalkulation.
  5. Ich vermeide unnötig kleine Teilkäufe. Mehrere Mini-Orders kosten fast immer mehr als eine gut geplante Transaktion.

Eine einfache Faustregel hilft mir dabei: Je kleiner der Betrag, desto wichtiger ist der Orderweg. Bei größeren Beträgen rückt die Gebührenobergrenze in den Vordergrund, bei Sparplänen dagegen die kostenlose Ausführung. Wer diese Logik versteht, kann die ING-Preisstruktur ziemlich nüchtern bewerten, ohne sich von Werbeaussagen leiten zu lassen.

Was die Gebührenlogik der ING für dein Depot praktisch bedeutet

Die aktuelle Kostenstruktur ist übersichtlich: keine laufende Depotgebühr, ein klarer Orderpreis und bei vielen ETF-Sparplänen eine sehr günstige Ausführung. Genau das macht das Depot für langfristige Anleger und regelmäßige Sparer interessant. Die eigentliche Frage ist daher weniger, ob das Depot „billig“ ist, sondern wie du es nutzt.

Mein pragmatisches Fazit: Für einen ETF-Sparplan oder für gelegentliche, etwas größere Käufe ist das ING-Depot stark aufgestellt. Wer viele kleine Orders, häufige Auslandsplätze oder sehr aktives Trading plant, sollte die Gesamtkosten genauer gegenrechnen. Am Ende zählt nicht die kostenlose Führung allein, sondern die Summe aus Orderfrequenz, Handelsplatz und Produktkosten.

Häufig gestellte Fragen

Die Depotführung und das Verrechnungskonto sind kostenlos. Kosten entstehen primär bei Transaktionen (Ordergebühren, Handelsplatzgebühren) und durch die Produkte selbst (TER bei ETFs). Für ETF-Sparpläne fallen oft keine Ausführungsgebühren an.

Die Standard-Ordergebühr beträgt 4,90 Euro plus 0,25 Prozent vom Kurswert, gedeckelt bei 69,90 Euro. Dazu können je nach Handelsplatz zusätzliche Gebühren kommen, im Direkthandel entfallen diese jedoch.

Ja, für ETF-Sparer ist das ING Depot sehr attraktiv. Es fallen keine Depotführungsgebühren an und ETF-Sparpläne sind derzeit ohne Ausführungsgebühr verfügbar. Dies macht es ideal für den langfristigen Vermögensaufbau mit regelmäßigen Raten.

Ja, im Direkt-Depot Young zahlen Anleger zwischen 18 und 27 Jahren eine deutlich reduzierte Ordergebühr von nur 1,90 Euro. Dies macht das Depot für junge Leute besonders günstig.

Neben den Bankgebühren sind Produktkosten (TER bei ETFs/Fonds) und der Spread (Differenz zwischen Kauf- und Verkaufskurs) wichtig. Auch die Handelsplatzgebühren können je nach gewählter Börse variieren und bei kleinen Orders ins Gewicht fallen.

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Autor Boris Eder
Boris Eder
Ich bin Boris Eder und beschäftige mich seit über zehn Jahren intensiv mit den Themen finanzielle Freiheit, Sparen, Investieren und Vorsorgen. In dieser Zeit habe ich als Branchenanalyst und erfahrener Content Creator umfassende Kenntnisse in der Analyse von Märkten und Finanzinstrumenten erworben. Mein Ziel ist es, komplexe Informationen verständlich und zugänglich zu präsentieren, damit Leser fundierte Entscheidungen treffen können. Ich lege großen Wert auf objektive Analysen und gründliche Recherchen, um sicherzustellen, dass die Informationen, die ich teile, stets aktuell und verlässlich sind. Mein Anliegen ist es, eine vertrauensvolle Quelle für alle zu sein, die ihre finanzielle Zukunft aktiv gestalten möchten. Durch meine Leidenschaft für das Thema strebe ich danach, meine Leser auf ihrem Weg zur finanziellen Unabhängigkeit zu unterstützen und zu inspirieren.

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